Category: Uncategorized

Letztendlich haben viele Menschen in Deutschland selbst den Vertrag von Rapallo nicht gut angenommen. Vertreter der größten Konzerne, der Militärlobby und der rechten Sozialdemokraten sprachen sich dagegen aus. Außenminister Walther Rathenau, der den Vertrag unterzeichnete, wurde von Terroristen einer rechten paramilitärischen Organisation getötet. Die Regierungen von neun Ländern, darunter Großbritannien und Frankreich, erklärten, sie seien gegen den sowjetisch-deutschen Vertrag. Deutschland gab jedoch eine Erklärung ab, in der es erklärte, es sei nicht in der Lage, die Verpflichtungen, die es vor dem Sowjetstaat eingegangen sei, aufzuheben. Im westlichen Lager begann sich jedoch während der Konferenz ein Riss zu zeigen. Aufgrund seiner düsteren politischen und wirtschaftlichen Lage entschied sich Deutschland für eine einseitige Zusammenarbeit mit den Bolschewiki. Am 16. April 1922 unterzeichneten der sowjetische Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Georgi Chicherin und der deutsche Außenminister Walther Rathenau in der Stadt Rapallo bei Genua einen Vertrag. Die gemeinsamen deutsch-sowjetischen Anliegen führten im Mai 1921 zunächst zur Unterzeichnung eines Vertrags zwischen den beiden Nationen, nach dem Deutschland das Sowjetregime als einzige legitime Regierung Russlands anerkannte und sich bereit erklärte, die Beziehungen zu allen anderen Gruppen, die noch an der Macht beanspruchten, auszusetzen.

Dieses Abkommen ebnete den Weg für die künftige Zusammenarbeit zwischen beiden. [11] Es war ein Spin-off der Genua-Konferenz, an der Deutschland und Russland teilnahmen. Die Gespräche waren gescheitert, als Frankreich verlangte, dass die Sowjets die Vorkriegsschulden des Russischen Reiches und sofortige Reparationen der Deutschen an die UdSSR übernehmen sollten. Der Vertrag wurde von Georgi Chicherin, Außenminister der Russischen Sozialistischen Föderalsowjetrepublik, und seinem deutschen Amtskollegen Walther Rathenau ausgehandelt. Die Ratifizierungen wurden am 31. Januar 1923 in Berlin ausgetauscht. September 1923 im Hotel Imperiale in der italienischen Stadt Santa Margherita Ligure unterzeichnet und in der League of Nations Treaty Series registriert. [2] Der Vertrag enthielt keine geheimen militärischen Bestimmungen; doch bald folgte eine geheime militärische Zusammenarbeit. [3] 77.

Maltzan machte den Vorschlag am 21. Januar (Krestinsky an M. Litvinov, 24. Januar 1922, DSB, 2: 512–15) und wieder am 16. Februar (Ye. Pashukanis an L. Karakhan, 8. Apr. 1922, DVP, 5: 189). Das Wesen war, dass Russland zwar in einem öffentlichen Vertrag den Status einer am meisten begünstigten Nation auf Deutschland ausdehnen würde, Deutschland aber heimlich zustimmen würde, seine Forderungen erst dann zu stellen, wenn die ansprüche aller anderen Nationen erfüllt waren.

Maltzans Berichte (AA, 22. Januar und Mitte Februar 1922, L311/4255/096626–628 und 685–686) erwähnen den Vorschlag nicht.